Luftfahrt-Bundesamt

Hinweise für Ihre Reise in den Weihnachtsferien

Datum 17.12.2021

Das sichere Reisen unter Corona-Bedingungen bringt nach wie vor umfangreiche Schutzmaßnahmen und Nachweispflichten für die Reise mit sich. Anlässlich der anstehenden Weihnachtsferien und der damit verbundenen Reisezeit weist das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) darauf hin, dass es an den Flughäfen zu Wartezeiten an der Abfertigung sowie an den Sicherheits- und Grenzkontrollen kommen kann.

Reisevorbereitung und Reisebeginn

Reisende können hier selbst durch gute persönliche Vorbereitung und Mitwirkung dazu beitragen, Wartezeiten zu reduzieren.

Vor Reisebeginn sollten sich Reisende vergewissern, dass ihre Reisedokumente gültig und vollständig sind.

Reisende sollten sich rechtzeitig am Flughafen einplanen und sich direkt nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen zum Check-In, anschließend zur Luftsicherheitskontrolle und dann weiter zu ihrem Abfluggate begeben.

Um die Durchführung der Luftsicherheitskontrollen zu erleichtern und Verzögerungen für sich und ihre Mitreisenden zu vermeiden, sollten Reisende sich vorab auf der Internetseite der Bundespolizei, www.bundespolizei.de, über die gültigen Regelungen zur Mitnahme von Handgepäck, elektronischen Geräten, Flüssigkeiten etc. informieren.

Bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle sollten Reisende ihre Reisedokumente griffbereit haben und darauf achten, dass keine weiteren Dokumente beispielsweise im Reisepass liegen und keine Schutzhüllen verwendet werden.

Einreisebestimmungen

Wir empfehlen Reisenden, vor Reiseantritt den aktuellen Status ihres gebuchten Fluges sowie die momentan gültigen Einreisebestimmungen ihres Reise- bzw. Transitlandes zu prüfen. Hier können sich aufgrund der aktuellen Lage auch kurzfristig Änderungen ergeben. Allgemeine Informationen zur aktuellen Lage können unter anderem auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes

https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762

und des Robert-Koch-Instituts

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

abgerufen werden.

Weiterhin sollten sich Reisende vor ihrer Rückreise nach Deutschland über die coronabedingten Einreisevorgaben und die aktuelle Einstufung ihres Abreiselandes durch das Robert-Koch-Institut und hieraus ggf. resultierende Nachweiserfordernisse informieren.

Fluggastrechte

Sofern es zur Annullierung von Flügen, die von einem Flughafen in der Europäischen Union abgehen, kommt, haben die betroffenen Fluggäste Ansprüche Betreuungs- und Unterstützungsleistungen aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 261/2004. Gleiches gilt auch für die Annullierung von Flügen, die aus einem Drittstaat zu einem in der Europäischen Union gelegenen Flughafen gehen und durch ein europäisches Luftfahrtunternehmen durchgeführt werden.

Betroffene Fluggäste haben die Wahlmöglichkeit zwischen einer vollständigen Erstattung (Rückzahlung) der Flugscheinkosten und einer Ersatzbeförderung zum Endziel. Die Ersatzbeförderung kann dabei zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder zu einem späteren Zeitpunkt nach Wunsch des Fluggastes erfolgen. Die Luftfahrtunternehmen müssen betroffene Fluggäste außerdem in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit betreuen. Dies schließt ggf. auch eine Hotelunterbringung mit ein. Die Betreuungsleistungen entfallen in den Fällen, in denen sich die Fluggäste mit der vollständigen Rückerstattung der Flugscheinkosten einverstanden erklärt haben. Gleiches gilt auch, wenn sich die Fluggäste auf eigenen Wunsch für eine Ersatzbeförderung zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

In der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 ist unter bestimmten Voraussetzungen auch die Zahlung einer pauschalen entfernungsabhängigen Ausgleichsleistung vorgesehen. Die gilt nicht für Annullierungen, über die das ausführende Luftfahrtunternehmen die betroffenen Fluggäste mehr als 14 Tage vor der planmäßigen Abflugzeit unterrichtet. Ein Ausgleichsanspruch besteht ebenfalls nicht, wenn die Annullierung durch außergewöhnliche Umstände verursacht wurde, welche sich nicht hätten vermeiden lassen.

Betroffene Fluggäste, die von sich aus entscheiden, ihren gebuchten Flug nicht anzutreten oder zu einem späteren Zeitpunkt zu reisen, sollten sich direkt mit dem jeweiligen Luftfahrtunternehmen bzw. Reiseveranstalter in Verbindung setzen und sich über die jeweils angebotenen Optionen informieren. Entsprechende Sachverhalte fallen nach von hier vertretener Rechtsauffassung nicht unter die Verordnung (EG) Nr. 261/2004. Die Möglichkeiten einer Erstattung hängen in diesen Fällen von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Luftfahrtunternehmens und der Art bzw. dem Tarif des jeweils gebuchten Flugscheins ab.

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