Luftfahrt-Bundesamt

Fortbildung

Zur Aufrechterhaltung eines einheitlich hohen Sicherheitsniveaus bedarf es einer kontinuierlichen Fortbildung des eingesetzten Personals. Durch den vorgegebenen Mindestansatz für die Fortbildung von geschultem Personal wird sichergestellt, dass die erforderlichen Inhalte aufgefrischt werden bzw. neue Inhalte ausreichend vermittelt werden können. 

a) Sicherheitsbeauftragte

Zur Erfüllung ihrer Fortbildungsverpflichtung gelten für Sicherheitsbeauftrage im Zuständigkeitsbereich des Luftfahrt-Bundesamtes nachfolgend aufgeführte Regelungen und Vorgaben.

Das Referat S 2 des Luftfahrt-Bundesamtes legt gemäß Ziffer 11.2.1.3 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 die Inhalte für Fortbildungen fest. Die Vorgabe der Fortbildungsinhalte gilt für alle Ausbilderinnen und Ausbilder mit einer Zertifizierung des Luftfahrt-Bundesamtes für die Personengruppe gemäß Ziffer 11.2.5 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998.

Die Fortbildungen nach diesen Vorgaben dürfen frühestens am 01.01. eines Kalenderjahres beginnen und müssen spätestens am 31.12. des gleichen Kalenderjahres abgeschlossen sein.

Die Dauer der Fortbildungen wird in Unterrichteinheiten (UE) festgelegt. Eine UE umfasst 45 Minuten.

Computergestützte bzw. webbasierte Schulungsprogramme sind für diese Fortbildung nicht geeignet, weil die theoretische Fortbildung durch praktische Anteile und Erfahrungsaustausch gefestigt wird und werden daher nicht zugelassen.

Eine Fortbildung für Sicherheitsbeauftragte nach Ziffern 11.4.3 Buchstabe a) i. V. m. 11.2.5 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 erfolgt mindestens einmal alle 5 Jahre oder – wenn die Kompetenzen über 6 Monate nicht angewandt wurden – vor der Wiederaufnahme der sicherheitsrelevanten Tätigkeiten.

Die Fortbildung teilt sich in verschiedene Themenbereiche auf. Die Schwerpunkte der Fortbildung wechseln kalenderjährlich und die jeweiligen Inhalte werden zeitgerecht veröffentlicht.

Alle Sicherheitsbeauftragten müssen rechtzeitig vor Ablauf ihres persönlichen 5-jährigen Fortbildungsintervalls eine Fortbildung nachweisen; anderenfalls ist eine vollumfängliche Erstschulung durchzuführen. Es ist nur eine reguläre Fortbildung innerhalb der 5-Jahresfrist notwendig, unabhängig von den jährlich wechselnden vorgegebenen Schwerpunkten. Am Tag nach dem Ende der Fortbildung beginnt der neue persönliche 5-Jahreszeitraum.

Die Fortbildung schließt mit einer Lernerfolgskontrolle ab. Um diese bestehen zu können, sind mehr als 70 v. H. der möglichen Punktzahl zu erreichen. Die Fragen sind aus allen vorgegebenen Themenbereichen zu stellen (Freitext, nicht multiple-choice) und setzen sich wie folgt zusammen:

  • Themenbereich 1: mindestens 2 Fragen
  • Themenbereich 2: mindestens 2 Fragen
  • Themenbereich 3: mindestens 4 Fragen (Themenschwerpunkt 2021)

Beachten Sie bitte folgende Vorbemerkungen zu den Fortbildungsinhalten für Sicherheitsbeauftragte 2021.

Die festgelegten Fortbildungsinhalte für die Sicherheitsbeauftragten für das Jahr 2021 können Sie hier herunterladen: Fortbildungsinhalte für Sicherheitsbeauftragte 2021.

Die Fortbildungsbescheinigung finden Sie auf unserer Internetseite im Bereich Formulare und Dokumente.

Für das kommende Jahr beachten Sie bitte folgende Vorbemerkungen zu den Fortbildungsinhalten für Sicherheitsbeauftragte 2022.  Die für das Jahr 2022 aktualisierte Fortbildungsbescheinigung finden Sie auf unserer Internetseite im Bereich Formulare und Dokumente.

Auch die Fortbildung im Jahr 2022 schließt mit einer Lernerfolgskontrolle ab. Um diese bestehen zu können, sind mehr als 70 v. H. der möglichen Punktzahl zu erreichen. Die Fragen (Freitext, nicht multiple-choice) sind aus allen vorgegebenen Themenbereichen zu stellen und setzen sich wie folgt zusammen:

  • Themenbereich 1, 2a) und 2b): mindestens 4 Fragen
  • Themenbereich 3 (Themenschwerpunkt Sicherheitskultur 2022): mindestens 6 Fragen

Sicherheitsbeauftragte, die im Jahr 2022 keine reguläre – durch das Luftfahrt-Bundesamt vorgegebene – Fortbildung für Sicherheitsbeauftragte durchlaufen, müssen zumindest die Anteile „Sicherheitskultur“ in einer gesonderten Fortbildung absolvieren. Informationen dazu finden Sie auf dieser Seite unter e) Sicherheitskultur.

Die Sicherheitsbeauftragten im Zuständigkeitsbereich des Luftfahrt-Bundesamtes sind für die Erfüllung ihrer Fortbildungsverpflichtung selbst verantwortlich.

Die Fortbildungsverpflichtung kann erfüllt werden durch:

  • Teilnahme an einer Fortbildung für Sicherheitsbeauftragte mit den vom Luftfahrt-Bundesamt festgelegten Inhalten oder
  • Teilnahme an einer Fortbildung nach Ziffer 11.4.3 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 in Verbindung mit § 3 Abs. 2 Luftsicherheits-Schulungsverordnung (Auffrischungsschulung), die von einer anderen Luftsicherheitsbehörde festgelegt und genehmigt wurde.

Eine nach dem 31.03.2020 absolvierte Schulung gemäß Ziffer 11.2.6 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 wird nicht zur Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung anerkannt. Dies gilt auch für genehmigte Fortbildungen, die ausschließlich auf den Inhalten gemäß Ziffer 11.2.6 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 basieren.

b) Personen, die Aufgaben gemäß den Ziffern 11.2.3.6 bis 11.2.3.10 sowie 11.2.4 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 wahrnehmen oder eine Schulung des Sicherheitsbewusstseins absolviert haben (Ziffern 11.2.6 und 11.2.7 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998)  

Die Fortbildung für jede Personengruppe erfolgt gemäß Ziffer 11.4.3 Buchstabe a) des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 mindestens einmal alle fünf Jahre. Bis zur Festlegung der Fortbildungsinhalte und -umfänge muss die Schulung vollumfänglich wiederholt werden. Dies erfolgt durch zertifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder oder mittels zugelassener CBT/WBT.

c) Kontrollpersonen

Die Anforderungen für die Fortbildung von Kontrollpersonen werden auf der separaten Seite Fortbildung von Kontrollpersonen beschrieben.

d) Ausbilderinnen und Ausbilder

Ausbilderinnen und Ausbilder müssen nach § 2 Abs. 3 LuftSiSchulV i.V.m. Ziffer 11.5.2 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 ab der Zertifizierung jährlich eine mindestens vierstündige Fortbildungsunterweisung für Ausbilderinnen und Ausbilder absolvieren, die sich nach folgendem Rahmenkonzept richtet.

e) Sicherheitskultur

Für Personen gemäß den Ziffern 11.2.3.6 bis 11.2.3.10 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 hat in Umsetzung der Anforderungen nach Nummer 11.4.3 b) des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 im Jahr 2022 eine Fortbildung zum Thema "Sicherheitskultur" zu erfolgen (eine Unterrichtseinheit). Diese ist als gesonderte Fortbildung zu absolvieren, sofern in dem entsprechenden Zeitraum nicht eine reguläre Fortbildung oder Schulung mit den Inhalten zum Thema „Sicherheitskultur“ absolviert wird.

Eine Genehmigung des Themenkomplexes „Sicherheitskultur“ als eigenständiges, computergestütztes Fortbildungsmodul mit der Dauer von einer Unterrichtseinheit ist grundsätzlich für die Personengruppen gemäß den Ziffern 11.2.3.6 bis 11.2.3.10 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 möglich. Sollten Sie eine Genehmigung anstreben, reichen Sie uns bitte per E-Mail unter der Adresse luftsicherheitsschulung@lba.de folgende Unterlagen ein:

  • Antragsstellung (formlos)
  • Onlineversion mit offenem Zugang
  • Printfähige Dokumentation
  • Abschlussfragen zum Themenkomplex „Sicherheitskultur“, die im Rahmen einer Lernerfolgskontrolle gestellt werden.

Für Aufsichtspersonal gemäß Ziffer 11.2.4 und Sicherheitsbeauftragte gemäß Ziffer 11.2.5 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 hat in Umsetzung der Anforderungen von Nummer 11.4.3 b) des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 im Jahr 2022 eine Fortbildung zum Thema „Sicherheitskultur“ zu erfolgen (drei Unterrichtseinheiten). Diese ist als gesonderte Fortbildung zu absolvieren, sofern in dem entsprechenden Zeitraum nicht eine Schulung mit den hier erforderlichen Inhalten zum Thema „Sicherheitskultur“ absolviert wird. Durch die Verteilung der Fortbildungstermine für die vorgenannten Personengruppen über das ganze Jahr sollen Stoßzeiten vermieden werden.

Für Personen gemäß den Ziffern 11.2.6 und 11.2.7 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 ist das Thema "Sicherheitskultur" spätestens im Rahmen der nächsten regulären Fortbildung zu vermitteln (eine Unterrichtseinheit). Bei einem regulären Fortbildungsintervall von fünf Jahren kann das ggf. erst in 2026 zum Tragen kommen.

Ausbilderinnen und Ausbilder gemäß Ziffer 11.5.1 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 erhalten in Umsetzung der Anforderungen nach 11.5.2 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 Informationen zu den Schulungsinhalten und weitergehender Informationen. Dies erfolgt zum einen durch die Veröffentlichung der Schulungsmaterialien auf der Internetseite Modulsystem und zum anderen durch die Übersendung von Ausbilderinformationen.

Informationen zur Fortbildung „Sicherheitskultur“ bei Kontrollpersonen entnehmen Sie bitte der Seite Fortbildung von Kontrollpersonen.

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