GSB 7.1 Standardlösung

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Bekannte-Versender-Sicherheitsprogramm, Version 5.0

Seit dem 05. Juli 2017 ist die neue Version des Bekannte-Versender-Sicherheitsprogramms (BVSP) im Downloadbereich verfügbar.

Folgende Anpassungen wurden vorgenommen:

  • Kapitel 4.3: Definition der luftsicherheitsrelevanten Bereiche
  • Kapitel 5: Verpflichtung zur Einholung einer Zuverlässigkeitsüberprüfung gem. § 7 Luftsicherheitsgesetz für alle Personalkategorien
  • Kapitel 6.4: Beschreibung des Prozesses der Luftfrachtabwicklung bei Kurier-, Express- und Paketdienstleistern (KEP) sowie ggf. bei den Incoterms „Ab Werk“ / „Frei Frachtführer“ (Ex Works/Free Carrier).
  • Kapitel 6.4.2: Ab dem 04. März 2018 müssen Transporteure sicherer Luftfracht/-post, die über einen Betriebsstandort in der Bundesrepublik Deutschland verfügen, behördlich zugelassen sein. Transporteure aus dem EU-Ausland können auch nach dem 04. März 2018 mittels Transporteurserklärung gemäß Anlage 6-E des Anhangs der DVO (EU) 2015/1998 anerkannt werden.
  • Kapitel 9: Ein Abdruck des Handelsregisterauszugs/Gewerbescheins ist dem BVSP als Anlage beizufügen. Sofern vorhanden, ist ferner ein Abdruck des AEO - S/F Zertifikats oder des AEO-C&S Zertifikats dem BVSP als Anlage beizufügen.


Update der Datenbank der Union zur Sicherheit der Lieferkette am 01. Februar 2016

Durch das Softwareupdate der Datenbank der Union zur Sicherheit der Lieferkette (ab 01. Februar 2016: „Unionsdatenbank zur Sicherheit der Lieferkette") ergeben sich folgende Änderungen:

- die letzten vier Ziffern werden als Bestandteil der Zulassungsnummer entfernt,
- die Länderkennung von England wird von "UK" in "GB" geändert,
- die Länderkennung von Griechenland wird von "EL" in "GR" geändert.

Ab dem 01. Februar 2016 wird es übergangsweise möglich sein, nach dem bisherigen Format der Zulassungsnummern zu suchen. Die Ausgabe der Ergebnisse erfolgt allerdings ausschließlich im neuen Format.
Eine Umstellung Ihrer Dokumentation auf das neue Format der Zulassungsnummern hat zum 01. Februar 2016 zu erfolgen.

Umgang mit der neuen Durchführungsbestimmung (EU) 2015/1998

Ab dem 01. Februar 2016 gilt die neue Durchführungsverordnung (DVO) (EU) 2015/1998 vom 05. November 2015, welche die Verordnung VO (EU) Nr. 185/2010 vom 04. März 2010 ersetzen wird. Die VO (EU) Nr. 185/2010 wird somit zeitgleich aufgehoben.


Die Europäische Kommission hat in Artikel 2 der DVO (EU) 2015/1998 festgelegt, dass Bezugnahmen auf die aufgehobene VO als Bezugnahmen auf die aktuelle DVO (EU) 2015/1998 gelten. Daraus ergibt sich, dass die Einreichung einer Revision Ihres Bekannte-Versender-Sicherheitsprogramms, welche ausschließlich aus der Anpassung an die DVO--Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 resultiert, nicht notwendig ist. Es ist ausreichend, diese Anpassungen im Rahmen der nächsten regulären Revision einzuarbeiten.


Unter Berücksichtigung von Artikel 2 der DVO (EU) 2015/1998 ist es ebenfalls nicht notwendig, bis zum 31. Januar 2016 gezeichnete Transporteurserklärungen erneut zu zeichnen, wenn auch hier lediglich eine Wortlautanpassung in der Bezugnahme auf die DVO (EU) 2015/1998 vorgenommen werden soll.

Geschäftliche Versender

Ab dem 1. April 2016 findet in Deutschland folgende, strengere Maßnahmen nach Artikel 6 Absatz 2 der VO (EG) Nr. 300/2008 Anwendung:

  1. Für in der Bundesrepublik Deutschland ansässige reglementierte Beauftragte wird die Möglichkeit ausgesetzt, geschäftliche Versender gemäß Ziffer 6.5.1. des Anhangs zur VO (EU) 2015/1998 zu benennen.
  2. Es ist unzulässig, in der Bundesrepublik Deutschland Sendungen in ein Luftfahrzeug zu verladen, die allein den Sicherheitsstatus „SCO", d. h. sicher ausschließlich für Nurfrachtflugzeuge und Nurpostflugzeuge, haben.
  3. Die Regelung der Nummer 6.2.1. lit. f) des Beschlusses der Kommission K(2015) 8005 bleibt hiervon unberührt.

Abgabe von Aufgaben an einen Transporteur

Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass ausschließlich der Transport und der damit in Zusammenhang stehende Schutz von Luftfracht/-post an einen Transporteur delegiert werden kann. Die Annahme und die Kontrolle der Integrität der Sendungen nach Anlieferung obliegen allein dem reglementierten Beauftragten.

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