Luftfahrt-Bundesamt

Informationen und Festlegungen


Übersicht über die Möglichkeiten eines Schul- und/oder Lehrgangswechsels

Aufgrund aktuell vermehrter Nachfragen veröffentlicht das Referat L1 hier eine Übersicht, welche Möglichkeiten für Flugschüler bestehen, die sich gerade in einem integrierten Lehrgang befinden und die Ausbildung an einer anderen Schule und/oder in einem andere Lehrgang fortsetzen wollen.

Ausbildungsorganisationen mit Genehmigung zur Durchführung von Lehrgängen gemäß FCL.745.A (advanced UPRT) in Zuständigkeit des Luftfahrt-Bundesamtes

Auf Grund vermehrter Nachfrage stellt das Luftfahrt-Bundesamt hier eine Liste der genehmigten Ausbildungsorganisationen bereit, welche die Genehmigung "fortgeschrittener UPRT Lehrgang (A)" im Zeugnis führen. Der Genehmigungsstand ist auf dieser Liste vermerkt.

Alternatives Nachweisverfahren (AltMoC) zur Fristverlängerung von Ausbildungslehrgängen

Um die Fristen für Ausbildungslehrgänge aufgrund von besonderen Umständen verlängern zu können, hat das Luftfahrt-Bundesamt ein alternatives Nachweisverfahren (AltMoC) herausgegeben, welches die Voraussetzungen der Abweichungen von den gültigen Vorschriften regelt. Die Beschreibung des AltMoC hierzu finden Sie in dessen Anhang.

Neuregelung der Lufttüchtigkeitsanforderungen an Ausbildungsluftfahrzeuge zum 24. März 2020

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 1321/2014, geändert durch die Durchführungsverordnung (EU) 2019/1383 der Kommission, müssen grundsätzlich gewerbliche zugelassene  Ausbildungsorganisationen (ATO), welche Luftfahrzeuge im Rahmen ihrer Ausbildungsgenehmigung betreiben, dieser Verordnung und deren Anhängen, insbesondere Anhang I (Teil-M) bzw. Anhang Vb (Teil-ML) entsprechen.

Teil-ML legt die Bestimmungen  für andere als technisch komplizierte Luftfahrzeuge fest, die unter Artikel 3 Absatz (2) aufgeführt sind und nicht unter einem AOC betrieben werden, jedoch von einer gewerblichen ATO gemäß ML.A.201 e) eingesetzt werden:

  • Flugzeuge bis 2730 kg MTOM
  • Drehflügler bis 1200 kg MTOM und max. 4 Insassen
  • Sonstige ELA2-Luftfahrzeuge

Bei allen anderen Luftfahrzeugen, die unter die Bestimmungen des Anhang I (Teil-M) fallen, wird wie bisher zwischen technisch komplizierten motorgetriebenen Luftfahrzeugen (M.A.201 f)) und anderen als technisch komplizierten motorgetriebenen Luftfahrzeugen (M.A.201 h)) unterschieden.

Eine freiwillige Anwendung des Teil-M auf Luftfahrzeuge, die unter Teil-ML fallen, ist nicht möglich!

Bei Neuanträgen  von Luftfahrzeugen, die unter Teil-ML fallen, sind daher, sofern erforderlich, entsprechende Verträge gemäß der neuen Anlage I zu Teil-ML einzureichen. Ebenfalls ist das Betriebshandbuch (OM) mit Referenz auf den neuen Anhang Vb (Teil-ML) der Verordnung (EU) Nr. 1321/2014 entsprechend anzupassen.  Bestehende Verträge nach Anlage I zu Teil-M für Luftfahrzeuge, die jetzt unter Teil-ML fallen, sind sukzessive und in Absprache mit der CAMO / CAO durch neue Verträge zu ersetzen.

Bitte beachten Sie die NfL 2-512-19. Details zu den technischen Anforderungen an die Luftfahrzeuge sind auf den entsprechenden Internetseiten der Abteilung Technik des Luftfahrt-Bundesamtes zu finden.

Nutzung von privaten Luftfahrzeugen zur Schulung des Halters

Ein privat betriebenes Luftfahrzeug (d.h. nichtgewerblich nach Teil-NCO) kann für die Ausbildung genutzt werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind (s. auch Teil-ML, GM1 ML.A.201 (e)): 

  • es wird ausschließlich der für die Lufttüchtigkeit des Luftfahrzeugs verantwortliche Halter selbst durch ATO-Personal geschult.
    (Dies gilt auch für die Mitglieder einer Haltergemeinschaft wenn ein Vertrag zwischen natürlichen Personen untereinander geschlossen wurde, in dem der dauerhafte Erwerb der Anteile des Luftfahrzeuges vereinbart ist. Die Mitgliedschaft in einer Gesellschaft, welche ein oder mehrere Luftfahrzeuge betreibt, wird in diesem Zusammenhang nicht als Teil einer Haltergemeinschaft angesehen)
  • es liegt ein Nutzungsvertrag zwischen dem Halter und der ATO vor, in dem u.a. der Halter die vollständige Einhaltung der Bestimmungen nach Teil-ML bestätigt hat und die Lufttüchtigkeit für die Dauer der Ausbildung damit garantiert.
  • die ATO hat in ihrem Betriebshandbuch ein Verfahren für die Verwendung des Luftfahrzeugs beschrieben.
  • das Luftfahrzeug ist für die Verwendung zur Ausbildung des Luftfahrzeug-Halters durch die ATO genehmigt.

Nutzung von Luftfahrzeugen anderer Halter zur Ausbildung

Möchte eine vom Luftfahrt-Bundesamt genehmigte gewerbliche zugelassene ATO ein Luftfahrzeug nutzen, das sich nicht in ihrer Halterschaft befindet, so ist von der ATO sicherzustellen, dass folgende Punkte erfüllt sind:

  • es liegt ein Nutzungsvertrag zwischen Halter und ATO vor
  • das Luftfahrzeug wird von einer CAMO oder CAO betreut (Vertrag gemäß Anlage I zu Anhang I (Teil-M) bzw. zu Anhang Vb (Teil-ML) der VO (EU) Nr. 1321/2014)
  • das Luftfahrzeug wird von einem nach Anhang I (Teil-M) Unterabschnitt F oder nach Anhang II (Teil-145) genehmigten Instandhaltungsbetrieb oder von einer CAO mit Instandhaltungsrechten nach Anhang Vd (Teil-CAO) instand gehalten
  • das genehmigte Luftfahrzeug-Instandhaltungsprogramm (AMP) muss die Anforderungen an die Verwendung des Luftfahrzeugs in einer gewerblichen ATO erfüllen
  • im ATO-Betriebshandbuch ist ein Verfahren beschrieben, wie sichergestellt ist, dass die Verantwortlichkeiten gemäß M.A.201 a) bzw. ML.A.201 a) der VO (EU) Nr. 1321/2014 erfüllt werden
  • für die Nutzung von Luftfahrzeugen, die unter einem AOC betrieben werden, ist zusätzlich ein Verfahren nach ORO.GEN.310 zu beschreiben, welches die Übergabe zwischen AOC-Inhaber und ATO regelt.


Für eine Genehmigung des Luftfahrzeuges ist ein schriftlicher Antrag zu stellen. Dazu ist die Anlage 5 zum ATO-Antrag mit den dazugehörigen vollständigen Nachweisen einzureichen.

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