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Informationen zum Thromboserisiko auf Reisen

Aus gegebenen Anlass weist der Fachbereich Flugmedizin des Luftfahrt-Bundesamtes darauf hin, dass es während und nach Bahn-, Auto-, Bus- oder Flugreisen zu einem erhöhten Thromboserisiko kommen kann.

Unter einer "Thrombose" versteht man die Entstehung eines Blutgerinnsels innerhalb eines Gefäßes. Durch Bewegungseinschränkung und langes Still-Sitzen in unveränderter Körperposition können die Venen in der Kniekehle und in der Leiste abgenickt werden. Der Rückstrom des Blutes wird dadurch verlangsamt. Bei Flugreisen können der Druckabfall in der Kabine und der Flüssigkeitsverlust durch die trockene Kabinenluft eine zusätzliche Verlangsamung des Blutflusses bewirken.

Zu dem Personenkreis mit einem erhöhten Thromboserisiko gehören unter anderem Reisende mit Venenerkrankungen, Herzinsuffizienz, Schlaganfallpatienten, Tumorerkrankte, Personen mit Gerinnungsstörungen, welche mit verstärkter Gerinnung des Blutes einhergehen, sowie ältere Menschen, Schwangere, Frischoperierte und Personen, die an Leberzirrhose erkrankt sind. Übergewicht und die "Pille" sind weitere Risikofaktoren. Stützstrümpfe und ggf. erforderliche Medikamente oder Spritzen sollten auf jeden Fall nur nach Absprache mit dem Hausarzt verwendet werden.

Jeder Reisende kann allerdings selbst viel für seine Sicherheit tun: Viel trinken, auf Alkohol verzichten und so viel Bewegung wie möglich. Wer längere Zeit sitzt, sollte zumindest regelmäßig die Füße bewegen.

Menschen mit Vorerkrankungen wie auch Reisende, die das Gesundheitsrisiko von vornherein eigenverantwortlich minimieren wollen, sollten sich auf jeden Fall bei ihrem Hausarzt erkundigen, ob sie reisetauglich sind.

Weitere Informationen zum Thema Gesundheit auf Reisen erhalten für Sie unter anderem

Stand: 01.07.2014

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