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Fortbildungsunterweisung für Ausbilder

Fortbildung für Ausbilder nach § 2 Abs. 3 und 4 der Luftsicherheits-Schulungsverordnung

Zugelassene Ausbilder müssen gemäß § 2 Abs. 3 LuftSiSchulV ab ihrer Zulassung jährlich mindestens eine vierstündige Fortbildungsunterweisung besuchen. Diese Unterweisungen sind vom Luftfahrtunternehmen/ Reglementierten Beauftragten unter Mitwirkung der jeweiligen Führungskräfte durchzuführen. Erfolgt nicht spätestens 13 Monate nach der Zulassung und erneut nach spätestens 25 Monaten ein Nachweis über die durchgeführte Fortbildungsunterweisung gegenüber der für die Zulassung zuständigen Luftsicherheitsbehörde, ergeht automatisch der Widerruf der Zulassung.

Rahmenkonzept für Fortbildungsunterweisungen für Ausbilder nach § 2 LuftSiSchulV

Allgemeines

Fortbildungsunterweisungen für Ausbilder gemäß § 2 Abs. 3 LuftSiSchulV werden durch die Luftfahrtunternehmen bzw. die Reglementierten Beauftragten durchgeführt. Hierbei können sich die Unternehmen durchaus Dritter bedienen, die entsprechende spezielle Lehrgänge anbieten. Die zuständige Luftsicherheitsbehörde (hier: Luftfahrt-Bundesamt) ist zu beteiligen.

Damit soll gewährleistet werden, dass die Fortbildung in geeigneter Weise erfolgt.

Die Beteiligung seitens des Luftfahrt-Bundesamts wird wie nachstehend wahrgenommen

Die Fortbildungsunterweisung für Ausbilder ist durch das Luftfahrtunternehmen bzw. den Reglementierten Beauftragten rechtzeitig, spätestens jedoch vier Wochen vor Beginn der Fortbildungsmaßnahme, dem Luftfahrt-Bundesamt, Referat S 2 einzureichen. Es sind folgende Unterlagen beizufügen: Fortbildungssyllabus, erwartete Teilnehmerzahl, Teilnehmerliste und Ausbilder.

Anhand des Syllabus überprüft das Luftfahrt-Bundesamt, ob diese Maßnahme als Fortbildungsunterweisung geeignet ist. In jedem Fall behält sich das Luftfahrt-Bundesamt die Teilnahme an der jeweiligen Unterweisung vor.

Den Unternehmen entstehen dadurch keine Kosten.

Ergänzende Hinweise

Das Luftfahrt-Bundesamt erkennt Fortbildungsunterweisungen auf der Grundlage von § 2 Abs. 3 LuftSiSchulV unter nachstehenden Rahmenbedingungen als geeignete Unterweisung für Ausbilder an:

  1. Die Unterweisung für Ausbilder soll gemäß LuftSiSchulV unter der Periodizität von einem Jahr erfolgen. Hierbei sollten die Intervalle zwischen den kontinuierlichen Unterweisungen möglichst gleichbleibend sein.

  2. Eine Ausbilder-Fortbildungsunterweisung muss mindestens vier Stunden (240 Minuten) dauern, die Anwesenheit der Teilnehmer ist über den gesamten Zeitraum erforderlich. Die Lehrgänge sollen inhaltlich auf die Zielgruppe (z.B. Ausbilder für Sonstiges Personal, Sicherheits- und Luftsicherheitskontrollkräfte) ausgerichtet sein. Eine zeitliche Aufsplittung der Unterweisung ist nicht zulässig.

  3. Es wird empfohlen, neben Fachleuten aus der Security mit praktischem Verständnis und Kenntnissen in verschiedenen Bereichen (z.B. Frachtabwicklung, Kontrollmaßnahmen sowie -technik, Versiegelung u.a.), insbesondere erfahrene Ausbilder, die aktiv an der Schulung beteiligt sind und über ein praktisches Verständnis und Wissen bezüglich der gesetzlichen Vorschriften und aktueller Lehrmethoden verfügen, als Vortragende in diese Lehrgänge einzubinden.

  4. Nach durchgehender Teilnahme an einer Fortbildungsunterweisung erhält jeder Ausbilder vom Veranstalter eine entsprechende Teilnahmebescheinigung.

  5. Für die Gestaltung einer Ausbilder-Fortbildungsunterweisung werden zwei Blöcke mit folgenden Schwerpunkten empfohlen:

    • Gesetzliche Vorgaben, neue und/oder aktuelle Vorschriften/ Verordnungen sowohl national als auch europäisch; Auffrischung von Kenntnisse der luftsicherheitsgesetzlichen Bestimmungen; Auswirkungen von Änderungen auf die Schulungsinhalte
    • Erfahrungen und Kenntnisse aus der Praxis (z.B.) Lehren und Lernen, Lehrmethoden, die Rolle des Ausbilders, Vertiefung und Auffrischung von Kenntnissen im Bereich Pädagogik, Didaktik, Methodik des Lehrens/ Lernens, Fachvorträge zum Thema Luftsicherheit, Themen für Fachvorträge; z.B. Verantwortung von Luftsicherheitsbeauftragten, Folgen aus Verstößen gegen rechtliche Vorgaben o.ä. Erfahrungen und/ oder Übungen aus der Praxis (z.B. wie wird verfahren, wenn…)

Themen und Inhalte der Fortbildungsunterweisung sind beispielhaft benannt und können je nach Bedarf variieren. Die Unternehmen benennen die genauen Themen in ihrem Syllabus, den sie dem Luftfahrt-Bundesamt vorlegen. Das Luftfahrt-Bundesamt kann bei Bedarf Themen für die Unterweisung vorgeben.

Stand: 24.07.2013

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