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Fortbildung - Allgemeines

Fortbildung - Allgemeines

Zur Aufrechterhaltung eines einheitlich hohen Sicherheitsniveaus bedarf es einer kontinuierlichen Fortbildung des eingesetzten Personals. Durch den vorgegebenen Mindestansatz für die Fortbildung von geschultem Personal wird sichergestellt, dass die erforderlichen Inhalte aufgefrischt werden bzw. neue Inhalte ausreichend vermittelt werden können. 

Fortbildungsintervalle

a) Sicherheitsbeauftragte

Bis zur Festlegung der Fortbildungsinhalte nach Kapitel 11.4. der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 richtet sich die Fortbildungsanforderung weiterhin nach der Luftsicherheits-Schulungsverordnung.

Auffrischungsschulungen für Sicherheitsbeauftragte werden spätestens nach jeweils fünf Jahren fällig. Die Auffrischungsschulungen dauern mindestens drei Zeitstunden und werden durch zugelassene Ausbilder durchgeführt.

Für Sicherheitsbeauftragte, die innerhalb von fünf Jahren seit Abschluss der Erstschulung oder seit der letzten Auffrischungsschulung, keine Auffrischungsschulung erhalten haben, wird der Zertifizierungsnachweis ungültig (§ 3 Abs. 2 Luftsicherheits-Schulungsverordnung).

b) Personen, die Aufgaben Kapitel 11.2.3.6 – 11.2.3.10 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 wahrnehmen und/oder unbegleiteten Zugang zum Sicherheitsbereich eines Flughafens haben (Kapitel 11.2.6. der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998)  

Nach § 8 Abs. 3 Luftsicherheits-Schulungsverordnung müssen Schulungen nach spätestens fünf Jahren wiederholt werden.

c) Luftsicherheitskontrollkräfte

Eine kontinuierliche Fortbildung dient der Aufrechterhaltung eines hohen Sicherheitsbewusstseins, verbunden mit den entsprechenden hohen fachlichen und persönlichen Kompetenzen. Die Fortbildung orientiert sich an die in der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998, Kapitel 11.4 bezeichneten Themen und berücksichtigt örtliche sowie einsatzspezifische Verhältnisse.

Besondere Schwerpunkte liegen in der Vermittlung aktueller Verfahrensweisen am Arbeitsplatz, im Auffinden verbotener Gegenstände und im Kennen neuer Bedrohungen für die Sicherheit des Luftverkehrs. Die Mindestdauer der Fortbildung richtet sich nach entsprechenden Ausbildungsrichtung des Personals und beträgt bis auf weiteres für

  1. Luftsicherheitskontrollkräfte für Personal- und Warenkontrollen jährlich 36 Stunden, davon mindestens 6 Stunden pro Halbjahr Fortbildung in der Auswertung von Röntgenbildern,

  2. Luftsicherheitskontrollkräfte für Personalkontrollen jährlich 16 Stunden

  3. Luftsicherheitskontrollkräfte für Frachtkontrollen jährlich mindestens 28 Stunden, davon mindestens 6 Stunden pro Halbjahr Fortbildung in der Auswertung von Röntgenbildern.

Für Luftsicherheitskontrollkräfte, die Zertifizierungsnachweise für mehrere Ausbildungsrichtungen besitzen, verlängert sich die jährliche Fortbildung gemäß den Vorgaben der Absätze 2 der §§ 4-7 Luftsicherheits-Schulungsverordnung.

Der jeweils entsprechende Mindeststundenumfang für die jährliche Fortbildung erhöht sich auf den Mindeststundenansatz, der für die höchste Ausbildungsrichtung als Luftsicherheitskontrollkraft gefordert ist.

Die vorgenannten Stundenmindestansätze beziehen sich auf Zeitstunden (je 60 Minuten).

Der theoretische Teil der jährlichen Fortbildung ist durch zugelassene Ausbilder zu vermitteln.

Die Fortbildung ist schriftlich zu dokumentieren. Das Unternehmen, welches die Luftsicherheitskontrollkraft einsetzt, hat Einzelnachweise zu führen, die über Zeitpunkt, Dauer und Inhalt der Fortbildung aussagefähig sind. Die Nachweise sind auf Verlangen der zuständigen Luftsicherheitsbehörde vorzulegen. Unabhängig davon ist der Luftsicherheitskontrollkraft über die erfolgte Fortbildung eine Teilnahmebescheinigung auszuhändigen, die ebenfalls Zeitpunkt, Dauer und Themen beinhaltet.

Für Luftsicherheitskontrollkräfte, die die vorgeschriebene Fortbildung nicht erfüllen, wird der Zertifizierungsnachweis ungültig.

Das Schulungsprogramm für den theoretischen Unterrichtsblock für die Fortbildung ist dem Luftfahrt-Bundesamt vorzulegen. Weiterhin ist dem Luftfahrt-Bundesamt zu benennen, mit welchem Programm die Röntgenbildauswertung durchgeführt wird.

d) Ausbilder

jährlich eine mindestens vierstündige Fortbildungsunterweisung (Link zum Rahmenkonzept)

Stand: 08.07.2016

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