Navigation und Service

Sicherheitskontrollen / Kontrolltechnik

Was sind Sicherheitskontrollen?

Der Begriff der „Sicherheitskontrolle“ ist in Artikel 3 Ziffer 9 der VO (EG) Nr. 300/2008 definiert als „die Anwendung von Mitteln, mit denen die Einschleusung verbotener Gegenstände verhindert werden kann“.

Als Sicherheitskontrollen sind alle Maßnahmen der Kapitel 6.3.2.1-6.3.2.9 des Anhangs der Verordnung (EU) Nr. 185/2010, inklusive Nummer 6.3 des Beschlusses (EU) Nr. 774/2010 zu verstehen.

Es ist darauf abzustellen, ob die Tätigkeit der Person darauf abzielt, Maßnahmen im Rahmen der Luftsicherheit durchzuführen. Hierzu gehören auch Entscheidungen, die den Sicherheitsstatus von Luftfracht betreffen.

Sicherheitskontrollen führt zum Beispiel durch, wer

  • bei der Annahme von Sendungen prüft, welchen Ursprung diese haben.
  • bei der Annahme von Sendungen prüft, ob ein Sicherheitsstatus vergeben wurde.
  • bei der Annahme von Sendungen die Identität und die Adresse des Beauftragten oder Versenders feststellt.
  • bei der Annahme von Sendungen die Identität der Person feststellt, die die Sendungen übergibt. 
  • festlegt, dass angelieferte Sendungen unsicher oder Fracht und Post mit hohem Risiko sind, so dass diese einer Kontrolle zugeführt werden müssen.
  • den Sicherheitsstatus einer Sendung festlegt, indem er die nach Nummer 6.3.2.6 und 6.3.2.7 des Anhangs der VO (EU) 185/2010 erforderlichen Angaben in den Begleitdokumenten vermerkt.
  • festlegt, dass eine Sendung von der Kontrolle ausgenommen werden kann.
  • für die Vergabe von administrativen Zugangsberechtigungen, wie beispielsweise Schlüsselausgaben, Aktivierung von Chipkarten etc. zu den Sendungen, die bereits einer Kontrolle oder den erforderlichen Sicherheitskontrollen zugeführt wurden, verantwortlich ist.
  • Sendungen, die den erforderlichen Sicherheitskontrollen zugeführt wurden, so verpackt, dass Manipulationen unmittelbar erkennbar werden oder alternative Sicherungsmaßnahmen zur Gewährleistung der Unversehrtheit der Sendung durchführt.
  • sicher stellt/abschließend entscheidet, dass alle Mitarbeiter, die Sicherheitskontrollen durchführen, gemäß den Anforderungen von Kapitel 11 eingestellt und geschult werden.
  • die Verantwortung dafür trägt, dass alle Mitarbeiter mit Zugang zu identifizierbarer Luftfracht oder Luftpost, bei der die erforderlichen Sicherheitskontrollen durchgeführt wurden, gemäß den Anforderungen von Kapitel 11 eingestellt und geschult sind.

Wir weisen darauf hin, dass diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat.

Bei Fragen zu hier nicht genannten Einzelfällen kontaktieren Sie uns bitte unter regB@lba.de.

Wann und wie melde ich Umzüge oder sonstige Änderungen (zum Beispiel neue Kontrollgeräte, Änderung des Sicherheitspersonals, geplante Verfahrensänderungen) an?

Umzüge sind so früh wie möglich, jedoch spätestens drei Monate im Voraus, dem Referat S 3 zu melden. Sonstige Änderung, wie Wechsel des Sicherheitspersonals (unter Angabe der Kontaktdaten), sind unverzüglich zu melden.

Gibt es Vorgaben welche Kontrollmaßnahme anzuwenden ist?

Es gibt keine pauschalen Vorgaben, wann welche Kontrollmaßnahme anzuwenden ist.

Grundsätzlich gilt jedoch: Es ist die am besten geeignete Kontrollmaßnahme anzuwenden!

Dabei ist jedoch zu beachten, dass Röntgen zumeist die am besten geeignete Maßnahme ist. Des Weiteren ist das Röntgen neben der händischen Durchsuchung und der Sichtprüfung (eine der wenigen Kontrollmaßnahmen), welche als alleinige Kontrollmaßnahme angewendet werden darf. Es gilt i.d.R. als sicherste und effektivste Kontrollmaßnahme.

Ergibt sich bei der Röntgenkontrolle ein sog. Dunkelalarm, ist eine andere geeignete Kontrollmaßnahme anzuwenden. Packstücke, welche auf Grund Ihrer Beschaffenheit nicht geröntgt werden können, sind einer anderen geeigneten Kontrollmaßnahme zu unterziehen.

Diese Seite

© 2014 Luftfahrt-Bundesamt - Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)