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Rahmenbedingungen für die Abwicklung von Luftfracht

Seit dem 29.04.2010 ist die Verordnung (EG) Nr. 300/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2008 anwendbar. Es existieren infolgedessen neue vorgegebene Rahmenbedingungen, wie Unternehmen ihre Luftfracht in der zivilen Luftfahrt abzuwickeln haben.

Generell darf Luftfracht nur mit dem Status „sicher“ in hierfür vorgesehene Flugzeuge verladen und verflogen werden. Produzierende Unternehmen, die ihre Produkte per Luftfracht versenden möchten, haben zwei Möglichkeiten, diesen Sicherheitsstatus zu erreichen.

1. Möglichkeit

„Unsichere“ Luftfracht wird mittels Kontrolle durch reglementierte Beauftragte oder Luftfahrtunternehmen nach gesetzlichen Vorgaben „sicher“ gemacht.

Die Art und Weise der Kontrolle legt der reglementierte Beauftragte oder das Luftfahrtunternehmen nach den Eigenschaften der zu prüfenden Luftfracht (zum Beispiel Dichte oder Größe des Materials) und den gesetzlichen Vorschriften fest.

Beachten Sie, dass derartige Kontrollen Zeit in Anspruch nehmen und der Aufwand in Rechnung gestellt werden kann.

2. Möglichkeit

Die zweite Möglichkeit für produzierende Unternehmen, Luftfracht „sicher“ zu versenden, ist die behördliche Zulassung zum bekannten Versender.

Der bekannte Versender gewährleistet eigenverantwortlich, dass die identifizierbare Luftfracht/Luftpost an seinem Betriebsstandort oder auf seinem Betriebsgelände ausreichend vor unbefugtem Zugriff und Manipulationen geschützt wird.

Somit muss die identifizierte Luftfracht des bekannten Versenders keiner erneuten Kontrolle unterzogen werden, sondern kann an jedes Unternehmen, welches den Status als reglementierten Beauftragten besitzt, sofort „sicher“ übergeben werden.

Rückfragen richten Sie bitte an:

Luftfahrt-Bundesamt
Referat S4
38144 Braunschweig
E-Mail: bekannteversender@lba.de

Stand: 07.02.2014

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