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Benennung reglementierter Beauftragter (RA3) in Drittstaaten

Seit dem 1. Juni 2017 erfolgt die Benennung von reglementierten Beauftragten (RA3) gemäß Nummer 6.8.4 des Anhangs der Durchführungsverordnung 2017/815 durch die zuständigen Behörden der EU Mitgliedstaaten.

Gemäß Nummer 6.8.4.1 des Anhangs der Durchführungsverordnung 2017/815 können Stellen in Drittländern, die Teil der Lieferkette eines Luftfahrtunternehmens mit dem Status ACC3 sind oder werden wollen, als reglementierter Beauftragter (RA3) in einem Drittland benannt werden.

Gemäß Nummer 6.8.4.2 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2017/815 beantragt die Stelle die Benennung:

  • bei der zuständigen Behörde des Mitgliedstaats, der für die ACC3-Benennung eines Luftfahrtunternehmens an dem Drittlandsflughafen zuständig ist, an dem die beantragende Stelle für die EU bestimmte Fracht abfertigt, oder
  • wenn es in dem Land kein Luftfahrtunternehmen mit ACC3-Benennung gibt, bei der zuständigen Behörde des Mitgliedstaats, der für die Zulassung des EU-Validierungsprüfers für die Luftsicherheit zuständig ist, der die Validierung vornimmt oder vorgenommen hat.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die zuständige Behörde, bei welcher der Antrag eingeht, das Benennungsverfahren an die zuständige Behörde eines anderen Mitgliedstaats im Rahmen einer Delegierung der Zuständigkeit übergibt.

Im Einklang mit Nummer 6.8.4.3 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2017/815 ist vor der Benennung zu bestätigen, ob die Stelle in Übereinstimmung mit Nummer 6.8.4.1 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2017/815 berechtigt ist, den Status eines RA3 zu erhalten.

Die Benennung einer Stelle als RA3 bezüglich ihres Luftfracht- und Luftpostbetriebs („relevanter Frachtbetrieb“) erfolgt gemäß Nummer 6.8.4.4 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2017/815.

Grundlegende Anforderungen, die im Rahmen der Benennung als RA3 zu erfüllen sind, sind:

  • auf der Grundlage der Benennung einer Person, die im Namen der Stelle für die Umsetzung der Luftfracht-/Luftpost-Sicherheitsbestimmungen bezüglich des relevanten Frachtbetriebs gesamtverantwortlich ist, und
  • ein EU-Validierungsbericht zur Luftsicherheit mit einer Bestätigung der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen.
  • erstellen eines Sicherheitsprogrammes, dass die in der Prüfliste 6-C2 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2017/815 (Teile 3 bis 9) aufgeführten Elemente in ausreichendem Maße abdeckt entweder für jeden Drittstaaten-Flughafen separat oder als allgemeines Dokument mit etwaigen Besonderheiten für die namentlich zu nennenden Drittstaaten-Flughäfen.

Die zuständige Behörde weist dem benannten RA3 eine dem Standardformat entsprechende eindeutige alphanumerische Kennung zu, welche die Stelle und das Drittland angibt, für das sie zur Umsetzung der Sicherheitsbestimmungen in Bezug auf für die Union bestimmte Fracht oder Post benannt wurde.

Die Benennung ist ab dem Zeitpunkt, zu dem die zuständige Behörde die Angaben zu der Stelle in die Unionsdatenbank zur Sicherheit der Lieferkette eingegeben hat, für eine Höchstdauer von drei Jahren gültig. Wurde eine Stelle als RA3 in die Unionsdatenbank zur Sicherheit der Lieferkette aufgenommen, wird sie in allen Mitgliedstaaten für Beförderungen von Fracht oder Post von dem betreffenden Drittlandsflughafen in die Union durch ein ACC3 anerkannt.

Benennungen als RA3, die vor dem 1. Juni 2017 ausgesprochen wurden, erlöschen fünf Jahre nach der Benennung oder spätestens am 31. März 2020.  

Validierungsberichte für RA3 sind zu übermitteln an:

  • Luftfahrt-Bundesamt
    Referat S 3

    38144 Braunschweig

  • E-Mail: acc3@lba.de

Stand: 01.06.2017

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Kontakt

Anträge und Anfragen:
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Referat S 3
38144 Braunschweig


E-Mail: acc3@lba.de

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