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Ausbildung zum Flugdienstberater

Die Ausbildung von Flugdienstberatern erfolgt in Ausbildungsbetrieben, die vom Luftfahrt-Bundesamt hierfür genehmigt wurden.

Flugdienstberater bedürfen einer Erlaubnis (Luftfahrerschein). Der Luftfahrerschein wird vom Luftfahrt-Bundesamt erteilt.

Art, Umfang und fachliche Voraussetzungen für den Erwerb des Luftfahrerscheins für Flugdienstberater bestimmen sich nach den Vorschriften der §§ 112 und 113 der Verordnung über Luftfahrtpersonal (LuftPersV).

Die für die Ausbildung der Flugdienstberater anerkannten Ausbildungsorganisationen (ATO) sind im Internet im Dokument „Luftfahrt-Bundesamt zugelassene Ausbildungsorganisationen" veröffentlicht und in der Spalte „anerkannte Lehrgänge, LuftPersV“ mit „Flugdienstberater“ gekennzeichnet. Ausbildungsorganisationen mit dem Eintrag „Flugdienstberater (Theorie)“ führen nur die theoretische Ausbildung für Flugdienstberater durch.

Erleichterungen

Das Luftfahrt-Bundesamt kann Bewerber, die besondere Kenntnisse in einem Sachgebiet der theoretischen Ausbildung nachweisen, von der Ausbildung und Prüfung in diesem Sachgebiet ganz oder teilweise befreien. Nachweisbare Vorkenntnisse durch Assistententätigkeit in der Flugdienstberatung eines Luftfahrtunternehmens können vom Luftfahrt-Bundesamt auf die praktische Ausbildung angerechnet werden.

Die praktische Prüfung ist vollständig abzulegen. Die Gewährung von Prüfungserleichterungen ist nur bei der theoretischen Prüfung möglich.

Erleichterungen für Inhaber gültiger Fluglizenzen und für Bewerber mit bestandener ATPL(A)/MPL(A) Theorieprüfung gem. JAR-FCL/Teil-FCL

Inhabern einer gültigen Fluglizenz ATPL(A)/MPL(A) gem. JAR-FCL/Teil-FCL oder einer Lizenz auf vergleichbarem Niveau, wie z. B. CPL(A)-IR gemäß ICAO mit ATPL-Theorie-Kredit, deren Lizenz gültig ist, werden Kenntnisse, die in der Ausbildung zu vorstehenden Lizenzen und Berechtigungen und deren Ausübung erworben wurden, wie nachstehend beschrieben, auf die fachlichen Voraussetzungen für den Erwerb der Flugdienstberater-Lizenz angerechnet.

Ferner werden Bewerbern, die die theoretische ATPL(A)/MPL(A) Prüfung gemäß JAR-FCL 1 deutsch/Teil-FCL beim Luftfahrt-Bundesamt bestanden haben, Kenntnisse, die mit der ATPL(A)/MPL(A) Ausbildung erworben wurden, auf die fachlichen Voraussetzungen für den Erwerb der Lizenz für Flugdienstberater angerechnet. Die bestandene theoretische Prüfung wird für einen Zeitraum von 36 Monaten ab dem Datum des Bestehens dieser Prüfung für den Erwerb der Lizenz für Flugdienstberater akzeptiert.

Zum Erwerb der Lizenz für Flugdienstberater sind noch nachzuweisen:

  • die Einweisung in die Organisation und die Aufgaben des Verkehrsbetriebes eines Luftfahrtunternehmens im Rahmen der praktischen Ausbildung (§ 112 Abs. 4 Nr. 1 LuftPersV);
  • die Tätigkeiten und Aufgaben in der Flugdienstberatung oder Verkehrsleitung eines Luftfahrtunternehmens, in der unter der Aufsicht des Fachbereichsleiters Bodenbetrieb die praktischen Fähigkeiten der Flugvorbereitung einschließlich der Nutzung und Überprüfung von Datenverarbeitungsprogrammen und der bodenseitigen Unterstützung des verantwortlichen Luftfahrzeugführers während des Fluges zu erwerben sind (§ 112 Abs. 4 Nr. 2 LuftPersV);
  • das Bestehen der praktischen Prüfung in vollem Umfang.

Einer gesonderten Antragstellung auf Ausbildungs- und Prüfungserleichterungen für oben genannte Bewerber bedarf es nicht.

Stand: 24.09.2015

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