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Charterflüge

Luftfahrtunternehmen aus Nicht-EWR-Mitgliedstaaten haben vor der Aufnahme von Charterflügen von und nach Deutschland eine Einflugerlaubnis zu beantragen.

Der Antrag ist grundsätzlich von dem Luftfahrtunternehmen zu stellen, welches die Beförderung tatsächlich durchführt.

Umfang der Erlaubnis

Die Erlaubnis kann für einzelne Flüge oder für eine Reihe von Flügen (Flugkette) beantragt werden.

Die Einflugerlaubnis wird grundsätzlich nur dann erteilt, wenn der Heimatstaat des antragstellenden Luftfahrtunternehmens deutschen Luftfahrtunternehmen in gleicher Weise den Einflug gestattet (Grundsatz der Gegenseitigkeit).

Antragsfristen

Anträge auf Einzelflüge müssen spätestens zwei volle Werktage vor Beginn des Fluges in schriftlicher Form dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) vorliegen.

Anträge auf Genehmigung von Flugketten (beginnend ab dem 4. Flug in Reihe) müssen spätestens vier Wochen vor Beginn des ersten Fluges der Kette gestellt werden.

Ein Einflug darf nicht ohne ausdrückliche Einflugerlaubnis erfolgen.

Jede Änderung zu bereits genehmigten Flügen ist unter Beachtung der jeweiligen Antragsfristen zur Genehmigung vorzulegen.

Einzureichende Unterlagen

Folgende Unterlagen sind in deutscher (oder englischer) Sprache vorzulegen:

Zusätzliche Anforderungen bei Flügen der fünften Freiheit und/oder Durchführung von Flügen mit Luftfahrzeugen aus Drittstaaten

Nachweis, dass die deutschen Luftfahrtunternehmen nicht in der Lage sind, die beantragten Flüge durchzuführen (Nichtverfügbarkeitserklärung).

EWR-Luftfahrtunternehmen, die Fracht in ein bzw. aus einem Drittstaat transportieren wollen, müssen keine Nichtverfügbarkeitserklärung vorlegen.

TCO-Genehmigung

Luftfahrtunternehmen aus Drittstaaten (Third Country Operators, TCO), einschließlich der Unternehmen, die Wetlease-in-Vereinbarungen oder Codeshare-Vereinbarungen mit EU-Luftfahrtunternehmen getroffen haben, dürfen gewerblichen Linien- oder Charterverkehr in, aus dem oder innerhalb des Hoheitsgebietes der EU nur durchführen, wenn sie über eine TCO-Genehmigung der EASA gem. der Verordnung (EU) Nr. 452/2014 verfügen. Für reine Überflüge ohne geplante Landung ist keine TCO-Genehmigung erforderlich.

Anträge auf TCO-Genehmigung, einschließlich der erforderlichen Unterlagen, müssen der EASA mindestens 30 Tage vor dem geplanten ersten Flug vorgelegt werden.

Die Mitgliedsstaaten bleiben weiterhin für die Erteilung der Einflugerlaubnis zuständig.

Die TCO-Genehmigung der EASA ist nur eine der Voraussetzungen für die Erteilung der Einflugerlaunis.

Non-scheduled flights –one-off notifications: Ein TCO-Unternehmen darf Ambulanzflüge oder ein bzw. mehrere Charterflüge aufgrund eines unvorhergesehenen, unmittelbaren und dringenden Ereignisses  ohne TCO-Genehmigung durchführen unter den nachfolgenden Voraussetzungen:

(1) Der Operator informiert die EASA vor dem beabsichtigten ersten Flug per Notification gem. den Vorgaben der EASA

(2) Der Operator ist kein Unternehmen, für das ein Einflugverbot gem. der Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 besteht

(3) Der Operator muss innerhalb von 10 Tagen nach Ausstellung der Notification einen Antrag auf TCO-Genehmigung stellen

Die in der Notification gelisteten Flüge dürfen entweder nur für einen maximalen Zeitraum von sechs aufeinanderfolgenden Wochen nach Ausstellung der Notification durchgeführt werden oder bis zu dem Zeitpunkt, an dem die EASA über den TCO-Antrag entschieden hat, je nachdem was früher eintrifft.

Bitte beachten Sie, dass ein Operator eine Notification nur einmal innerhalb von 24 Monaten bei der EASA einreichen kann.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der EASA http://easa.europa.EU/TCO. 

Stand: 03.01.2017

Zusatzinformationen

Kontakt

Anfragen und Anträge:
Luftfahrt-Bundesamt
Referat B1
38144 Braunschweig

Telefon: Tel.: +49 531 2355 3102 / 3121 / 3122 / 3123 / 3124 / 3125 / 3126 / 3127 / 3113
Fax: +49 531 2355 3197 / 3198

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