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Umsetzung des "GA Roadmap Projekts" in Deutschland

Es hat sich leider herausgestellt, dass im Rahmen der vierteljährigen GA Roadmap-Treffen nur bedingt Einfluss auf die großen anstehenden Themen genommen werden kann. Viele der geplanten

Änderungen bzw. Erleichterungen gelangen über das "normale" NPA-Verfahren an die Öffentlichkeit und können erst dann von allen Interessierten (die Behörden eingeschlossen) kommentiert werden. Sofern Themen im Zuständigkeitsbereich des LBA auf diesen vierteljährigen Treffen behandelt werden (wie zum Beispiel instandhaltungsrelevante Themen oder bestimmte Aspekte von Pilotenlizenzen), kann die Stabsstelle bei Bedarf hausintern auf kompetente Ansprechpartner zurückgreifen.

Viele Arbeitspakete der GA Roadmap behandeln jedoch Themen, welche per Luftverkehrsgesetz in die Zuständigkeit der Bundesländer gelegt wurden, wie beispielsweise die Ausbildung und Lizenzierung von Privatpiloten, Segelflugzeugpiloten und Ballonpiloten.

Das verkompliziert die Sachlage erheblich, da verschiedene Aufgaben- und Themenbereiche zwischen BMVI, LBA und den einzelnen Landesluftfahrtbehörden aller Bundesländer abgestimmt werden müssen und dies mit entsprechendem Aufwand verbunden ist. Auf folgende koordinierende Maßnahmen wird in diesem Zusammenhang bereits zurückgegriffen:

  1. Neben dem "Bund-Länder-Fachausschuss- Luftfahrt" (BLFA-L) auf ministerialer Ebene spielen hier die regelmäßig zusammenkommenden "Bund-Länder-AGs"  (BLAG) für die Bereiche Lizenzwesen und Flugbetrieb auf der Ebene der Landesluftfahrtbehörden eine wesentliche Rolle, um Informationen zu transportieren, Implementierungs- und Anwendungsprobleme der Vorschrift zu besprechen, ein Meinungsbild zu erhalten und gemeinsame Festlegungen zu treffen.


    Das LBA ist im BLFA-L und in den BLAG`s entsprechend vertreten und nutzt dies auch, um relevante Themen der GA Roadmap zu adressieren.

  2. Erstellung und Pflege eines "Rahmenhandbuchs Luftfahrtverwaltung" unter Federführung des BMVI zur verbindlichen Festschreibung von Schnittstellen sowie notwendiger administrativer und organisatorischer Rahmenbedingungen in den Landesluftfahrtbehörden in Übereinstimmung mit den relevanten Europäischen Bestimmungen.

  3. Verbessertes Informationsmanagement zwischen den Behörden durch entsprechende IT-Unterstützung.

  4. Gewinnung von kompetenten Ansprechpartnern seitens der Landesluftfahrtbehörden für spezifische Teilprojekte der "GA Roadmap".

    Fachexperten aus den Landesluftfahrtbehörden sind dadurch zunehmend aktiv eingebunden. So haben sich die Landesluftfahrtbehörden aus Nordrhein-Westfalen bereiterklärt, aktiv an einer radikalen Veränderung der Europäischen Betriebsvorschriften für Ballone mitzuwirken. Für eine geraume Zeit waren deshalb kompetente Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf und Münster - zusätzlichen zu ihren eigentlichen Aufgaben - in der entsprechenden multinationalen Arbeitsgruppe der EASA tätig.


    In Fortführung dieses Projektes in 2016 wird der Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf auch an der Vereinfachung und Einarbeitung der Lizenzierungsanforderungen für Ballonfahrer mitwirken. Am zukünftigen separaten "Sailplane Rulebook" wirken Mitarbeiter aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Sachsen mit, und im so genannten. "LAPL Advisory Board" der EASA ist Deutschland mit einem weiteren Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf vertreten. Weitere Mitarbeiter anderer Landesluftfahrtbehörden stehen bei speziellen FCL-Themen zur Verfügung.

  5. Abstimmung mit und Information von Verbänden und Vereinen, um möglichst gemeinsam und in gleicher Richtung am Strang der "GA Roadmap" zu ziehen:
    Herr. Dr. Erb, Geschäftsführer der AOPA-Germany ist selbst aktives Mitglied im "GA Roadmap Projekt". Diese Möglichkeit des direkten Kontaktes wird zunehmend genutzt. Die guten Kontakte zum DAeC und zur AOPA gipfelten in der gemeinsamen Organisation der "GA Roadmap Informationsveranstaltung", welche unter regem Zuspruch am 8. März 2016 zusammen mit EASA beim BMVI in Bonn stattfand.  

     

Stand: 08.12.2016

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