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Die Durchführungsverordnungen

ASK 21 Cockpit FLARMHier oben ist die Welt in Ordnung Quelle: A. Schweitzer, Luftfahrt-Bundesamt

Die Vielzahl der ganz oder teilweise auch direkt für die Allgemeine Luftfahrt geltenden Europäischen Verordnungen lässt sich am besten mit folgendem Schaubild der EASA (nur in Englisch; Aktualität ist nicht gesichert) darstellen: Struktur der Europäischen Verordnungen

Hervorzuheben sind die folgenden Verordnungen:

  • VO (EU) Nr. 1321/2014 (ehemals 2042/2003) über die technische Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit

    insbesondere…


    Anhang I (Teil-M)

    Regelt Verantwortlichkeiten und Pflichten im Laufe des Betriebes eines Luftfahrzeuges, um dessen fortdauernde Lufttüchtigkeit zu gewährleisten, eingeschlossen Vorgaben zur Instandhaltung. 

  • VO (EU) Nr. 1178/2011 umfasst jegliche Vorgaben zu den Pilotenlizenzen (fliegendes Personal)

    insbesondere…

    Anhang I (Teil-FCL)
    Regelt, welche Vorgaben für den Erwerb und den Erhalt folgender Pilotenlizenzen eingehalten werden müssen:

    • Segelflugzeugpilotenlizenz (SPL),
    • Ballonpilotenlizenz (BPL),
    • Leichtluftfahrzeug-Pilotenlizenz (LAPL),
    • Privatpilotenlizenz (PPL).

    Anhang IV (Teil-MED)
    Regelt, welches medizinische Tauglichkeitszeugnis für welche Pilotenlizenz erforderlich ist und welche Anforderungen hierzu zu erfüllen sind.

  • VO (EU) Nr. 965/2012 regelt den Flugbetrieb von Luftfahrzeugen: Air Operations chart

    insbesondere…


    Anhang VII (Teil-NCO)
    Regelt sämtliche flugbetriebliche und ausrüstungstechnische Anforderungen an sogenannte „nicht technisch komplizierte motorgetriebene Luftfahrzeuge“ im nichtgewerblichen Bereich. Die Anwendung des Anhangs VII (Teil-NCO) war bis zum 24. August 2016 ausgesetzt.

    Anhang VIII (Teil-SPO)
    Enthält besondere Anforderungen an spezialisierten Flugbetrieb in der Allgemeinen Luftfahrt, z.B. für Fallschirmsprungflüge oder Kunstflüge. Anhang VIII findet ab dem 21. April 2017 Anwendung.

    Für den in diesen Anhängen neu geregelten Flugbetrieb bestimmt das Fünfzehnte Gesetz zur Änderung des Luftverkehrsgesetztes vom 28. Juni 2016 die Zuständigkeiten für die Genehmigung und Aufsichtsführung von Bund (LBA) und Ländern (Landesluftfahrtbehörden), indem der relevante § 31 Luftverkehrsgesetz angepasst wurde.

  • VO ( EU) Nr. 923/2012 bezüglich gemeinsamer Luftverkehrsregeln

    Ähnlich der Straßenverkehrsordnung für den Straßenverkehr legte früher die nationale Luftverkehrs- Ordnung (LuftVO) die Spielregeln in der Luft fest - von der Flugplanabgabe über Wetterminima bis hin zu Sichtflugregeln, Signalen und Luftraumklassifizierungen.  Diese Festlegungen sind in Deutschland seit Dezember 2014 von der sogenannten SERA-Verordnung VO (EU)  923/2012 abgelöst.


    Die Anforderungen spiegeln sich auch weiterhin größtenteils im Luftfahrerhandbuch (AIP) wieder. Die LuftVO auf der nationalen Seite wurde per Änderungsverordnung wirksam ab 6. November 2015 angepasst. Damit sind nun auch hier die nationalen Regelungen an die bereits geltenden Europäischen SERA-Regelungen angepasst.

Stand: 12.04.2017

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