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Ausblick

Dem mittlerweile eingeräumten hohen Stellenwert der Allgemeinen Luftfahrt in Europa Rechnung tragend wurde Ende 2015/Anfang 2016 beschlossen, das Projekt der "GA Roadmap" in die Linie zu überführen. Das heißt zum einen, dass die bisherigen dreizehn am GA Roadmap Projekt beteiligten Luftfahrtbehörden in ein "Member States Technical Body General Aviation" (TeB GA) integriert werden. In diesem TeB GA sind mittlerweile alle Mitgliedstaaten vertreten, wodurch die Themen mehr in die Breite getragen werden. Das Sub-SSCC der Interessenvertretungen seitens Verbände und Industrie wird in ein "Stakeholder Sectorial Committee GA" überführt.

Losgelöst davon finden die hauptsächlichen Projekte der "GA Roadmap" spätestens in 2018 ihren offiziellen Abschluss. Besondere Unterstützung findet im LBA das EASA-Projekt unter der Bezeichnung RMT.0689 "Part-21 proportionality". In dem bis Ende 2018 geplanten Projekt soll - unter aktiver Beteiligung des LBA - versucht werden, die Anforderungen an die Zulassung von Entwicklungs- und Herstellungsbetrieben sowie an die Zulassung von Produkten der Allgemeinen Luftfahrt pragmatisch zu vereinfachen. Da Entwicklung, Herstellung und Instandhaltung in diesem Bereich öfters in einer Organisation vereint sind, werden Anforderungen daran entsprechend geprüft und Vereinfachungen vorgeschlagen werden. Auf der AERO 2016 als zukünftiges Projekt vorgestellt werden in einem ersten Schritt vereinfachende AMC/GM für den Herstellungsbereich erarbeitet und erprobt.

Die vielfältigen Randbedingungen und Einflussfaktoren in der Luftfahrt bleiben jedoch derart komplex, dass eine belastbare Vorschau auf die Gesamtssituation in der Allgemeinen Luftfahrt kaum möglich ist.

Fakt ist, dass sich das LBA zusammen mit dem BMVI und den Landesluftfahrtbehörden weiterhin bestmöglich an den "GA Roadmap Projekten beteiligen wird. Natürlich sollen auch danach die aufgebauten Strukturen und Gremien genutzt werden, um die Belange der Allgemeinen Luftfahrt weiterhin verstehen und beachten zu können und um den zukünftigen Vorschriftenwandel bestmöglich aktiv zu begleiten.

Darüber hinaus sehen wir jedoch eine dringende Notwendigkeit der Stabilisierung basierend auf ausgereiften, adäquaten Vorschriften, auf deren sicheren Bestand alle betroffenen Parteien aufbauen können.

Stand: 11.04.2017

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